Die Arbeiten handeln von Szenerien, in denen jeder Mensch real oder in seiner Innenwelt in Bewegung ist.
Von nahe gesehen sind es Farbflecken, durch das Distanz nehmen und ändern des Blickwinkels, entstehen
erst Landschaften. Von welchem Standort ich wahrnehme
ist für deren Intensität entscheidend.
Eis steht für Brüchigkeit im Leben: Plötzlich einbrechen, auf dem Weg versinken, vor unüberwindbar scheinenden
Landschaften anstehen.
Mich interessiert auch die Berg-Anarchie: Wie gewalttätig können Landschaften sein? Tauwetter, Steinschlag,
Eisschmelze, Abstürze, Nebel. Einzelne Arbeiten sind Schürfarbeiten: Ähnlich einem Archeologen, versuche ich das Skelett der Landschaft
durch Auswaschen freizulegen.
Die Arbeiten zeigen in ihrer Reduziertheit ihre innere Energie, fernab von Idyllen. Gehen auf Eis.
Konrad Abegg