Mit etwas verhängt sein und doch abgeschnitten, verbunden sein und doch getrennt.
2006 entstand diese Bilderserie. Über Grafitpulvergrundierungen, die verwischt, verwässert und weggespült wurden, entstanden lineare Zeichnungen mit dickem rotem Försterstift. Der Untergrund erinnert an verschmutzte Trottoir-Ränder oder Landschafts-Szenerien.
Körperteile mutieren aus Insektenpanzern, sind mit Schnüren miteinander verbunden, wie in einem menschlichen Puppenspiel. Wenn sich der Arm an der Schnur bewegt, bewegen sich auch Geschlechsteile oder Beine, Hände und Füsse, das Hirn oder der Kopf. Es entsteht eine eigenartige Art von Bewegung.
Der Mensch wird in seiner Existenz seziert und auf eine neue Art wieder verhängt und vernetzt.
Konrad Abegg