Die Namen der in Linol geschnittenen Figuren von Konrad Abegg tönen märchenhaft und wecken Erinnerungen an die Kindheit mit ihren Träumen und Wünschen. Genau betrachtet, sind aber Märchen und auch Sagen weder lieblich noch friedlich. ES geht im Gegenteil meist um recht grausame Kämpfe zwischen Guten und Bösen.
Sagen haben etwas Dynamisches und Vitales an sich, etwas, das auch im Werk Konrad Abeggs kennzeichnet. In seinen Linolschnitten setzt er die Gestalten mit den klingenden Namen in zügigen Strichen in eine wild und unbarmherzig anmutende Umgebung, wie sie die Bergwelt typisch ist. Seine Figuren sind alle in Bewegung.
Mit dem Mittel des Kontrasts von Starre und Bewegung und mit dem Schwarzweiss von Linie, Struktur und Fläche gelingt es Konrad Abegg zudem, die recht schwierige Existenz zwischen Naturgewalt, Triebkraft, Menschennorm, und Freiheitsdrang zu zeigen.
Maria Vogel 1985
Linolschnitte
Die Arbeiten sind alle noch in wenigen Exemplaren lieferbar.
Auch die Mappe Schlossgeher und Feuerläufer ist noch erhältlich.